| Geschichte des Wäschewaschens | ![]() |
|||
| Entfeuchten der Wäsche | ||||
|
|
||||
|
Wäsche auswringen |
||||
|
Das Auswringen der Wäsche war eine Arbeit, welche die Armmuskulatur, aber auch
das Gewebe der Wäschestücke sehr beanspruchte. Man erledigte dies mit
der Hand oder mit einem Gerät mit zwei Gummiwalzen. Dieses wurde
Wringer
genannt.
In Geräte, die einer Obstpresse ähnelten, legte man auch nasse Wäschestücke ein. Durch Drehen einer Spindel wurde ein Kolben nach unten bewegt und dabei die Wäsche zusammengedrückt und entfeuchtet. Nicht mehr so anstrengend war diese Tätigkeit mit der "Hydraulischen Wäschepresse". In einen zylinderförmigen Behälter wurden die Wäschestücke eingelegt und dieser oben mit einem Deckel verschlossen, der dann auch noch verriegelt wurde. Nun drehte man den Wasserhahn auf und durch einen Schlauchanschluss floss Wasser in den unteren Teil des Gerätes. Ein Presskolben aus dehnbarem Gummi wurde nach oben gedrückt. Dadurch wurde die Wäsche an den Deckel und an die gelochten inneren Seitenwände gedrückt. Das Wasser floss durch diese Öffnungen in den hohlen Seitenwänden nach unten zu einem Laugenabflussrohr. So wurde Wasser mit Wasser aus der Wäsche gepresst. Die ersten Wäscheschleudern waren händisch zu betreiben. Bei dem im Museum ausgestellten Gerät aus der Zeit um 1910/20 mussten zwei Personen für den Antrieb sorgen. Ein ausgeklügeltes Getriebe sorgte für eine sehr schnelle Drehbewegung der durchlöcherten Trommel. In diese wurden die Wäschestücke gelegt, die durch die bei der Drehung entstandene Fliehkraft an die Trommelwand gedrückt und entwässert wurden. In den 30-er Jahren gab es die ersten elektrischen Wäscheschleudern zu kaufen. Sie hatten ein sehr geringes Fassungsvolumen und noch keinen verschließbaren Deckel. Die nachfolgenden Schleudermodelle waren im Gesamten um etliches größer. Darin hatten aber nicht viel mehr Wäschestücke Platz. Die Maschine hatte einen Unterteil aus sehr viel Eisen. Das größere Gewicht sorgte dafür, dass die Zentrifuge bei unregelmäßigem Lauf nicht zu wandern anfing. Erst eine bessere Konstruktion der Trommellagerung ermöglichte den Bau leichterer Geräte, die sogar von einer Person gehoben und bewegt werden konnten. Die Maschinen waren nun auch verschließbar, dass die Inbetriebnahme nur bei verschlossenem Deckel möglich war, was eine wesentliche Verbesserung der Sicherheit darstellte. Wäscheschleudern waren im Gegensatz zu Waschmaschinen um etliches billiger. Deshalb wurden diese von vielen Haushalten noch vor der Anschaffung einer Waschmaschine gekauft. Die Tätigkeit des unangenehmen Auswringens, zu der man meist eine zweite Person benötigte, wurde der Hausfrau von der Maschine abgenommen. Das veränderte das Waschen aber dahingehend, dass die Hausfrau nun in der Lage war, leichter und unabhängig von fremder Hilfe alleine zu waschen. |
||||